Landkreis
Photovoltaik im Landkreis Märkisch-Oderland
Märkisch-Oderland reicht von der Berliner Stadtgrenze bis an die Oder. Zwischen Hoppegarten und Küstrin-Kietz liegen rund siebzig Kilometer und zwei sehr verschiedene Arten zu bauen: dichte Siedlungsgemeinden an der S5 im Westen, Kolonistendörfer im eingedeichten Oderbruch im Osten. Welches davon Ihr Dach ist, ändert die Planung von Anfang an.
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Photovoltaik in Städten und Gemeinden im Landkreis Märkisch-Oderland

Hier sind wir im Landkreis Märkisch-Oderland unterwegs
Worauf es beim Dach hier ankommt
Viele Kolonistenhäuser im Oderbruch sind Fachwerkbauten. In Neulietzegöricke, dem ältesten der Dörfer, ist noch etwa ein Drittel der Häuser in Fachwerk ausgeführt oder enthält Fachwerkreste; die übrigen sind massiv oder später umgebaut. Die Hofstellen wurden beim Ausheben des Schachtgrabens künstlich aufgehöht, gegen die Feuchtigkeit. Das Wasser gehört zu dieser Landschaft. Was ein solcher Dachstuhl trägt, sagt keine Faustformel. Das klärt der Blick auf Sparren und Lattung, nicht die Himmelsrichtung allein.
Das Oderbruch ist flach und offen; bei Hohensaaten im Norden liegt es nur zwei Meter über dem Meeresspiegel, bei Reitwein im Süden vierzehn. Auf einem freistehenden Hofdach in dieser Ebene wirken andere Windlasten als auf einem Dach zwischen Nachbarhäusern. In Fredersdorf-Vogelsdorf mit knapp 900 und in Petershagen/Eggersdorf mit rund 870 Einwohnern je Quadratkilometer stehen die Häuser dicht beieinander: dort ist die Verschattung durch Nachbardach und Nachbarbaum die erste Frage, nicht die Windlast.
Dazu kommt der Denkmalschutz. § 9 Absatz 1 des Brandenburgischen Denkmalschutzgesetzes verlangt eine denkmalrechtliche Erlaubnis für Veränderungen an einem Denkmal, das in die Landesdenkmalliste eingetragen ist, und auch dann, wenn nur die Umgebung eines Denkmals verändert werden soll. Ob ein Dach darunterfällt, klärt sich vor der Planung bei der unteren Denkmalschutzbehörde.
- Neulietzegöricke: Das älteste Kolonistendorf des Oderbruchs, ab 1753 angelegt, steht als Dorfensemble unter Schutz, mit Fachwerkhäusern in Traufstellung zur Straße, dem Schachtgraben in der Dorfmitte und dreizehn Einzeldenkmalen.
- Altlandsberg: Von der Stadtmauer des 14. und 15. Jahrhunderts stehen noch 1,3 Kilometer, dazu zwei Tortürme und die Schlosskirche von 1765 bis 1768.
- Buckow: Einstöckige Ackerbürgerhäuser des 19. Jahrhunderts und Sommervillen der Berliner aus der Zeit um 1900 prägen den Ort im Naturpark.
- Zuständig: Die untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Märkisch-Oderland erteilt die Erlaubnis; der Antrag läuft über das Antragsportal des Landes Brandenburg.
Der Netzanschluss hat hier zwei Adressen
In weiten Teilen von Märkisch-Oderland ist E.DIS Netz der Verteilnetzbetreiber. Strausberg ist die Ausnahme: Dort betreiben die Stadtwerke Strausberg das Stromnetz seit 1995 selbst, seit 2011 außerdem die Netze um Hohenstein, Ruhlsdorf und Gladowshöhe. Rund 130 Kilometer Mittelspannung, über 300 Kilometer Niederspannung und mehr als 130 Schalt- und Trafostationen gehören dazu. Wer dort eine Anlage anmeldet, meldet sie nicht bei E.DIS an.
Das ist kein Detail am Rande. Anmeldung, Inbetriebsetzung und Zählertausch laufen über den Netzbetreiber, dem die Leitung vor Ihrem Haus gehört. Welcher das ist, entscheidet die Adresse und nicht der Ortsname: in Strausberg samt Hohenstein, Ruhlsdorf und Gladowshöhe das Stadtwerk, in weiten Teilen des übrigen Kreises E.DIS Netz.
Wie viel Stromtechnik in dieser Gegend steckt, zeigt das Umspannwerk Neuenhagen. Es wurde ab 1954 angelegt, um Ost-Berlin zu versorgen, arbeitet auf 220 und 380 Kilovolt und beherbergt die Leitwarte, von der aus 50Hertz das Übertragungsnetz im Osten Deutschlands führt. Mit Ihrem Hausanschluss hat das nichts zu tun, aber es beschreibt die Lage des Kreises.
Platz für die Wärmepumpe oder eben keiner
Bei der Wärmepumpe entscheidet das Grundstück mit. Letschin verteilt gut 3.700 Einwohner auf 142 Quadratkilometer und zehn Ortsteile; dort ist Fläche für Erdkollektoren oder für einen Aufstellort mit Abstand zum Nachbarn meist vorhanden. In Fredersdorf-Vogelsdorf und Petershagen/Eggersdorf leben knapp 900 beziehungsweise rund 870 Menschen je Quadratkilometer. Dort steht das Außengerät schnell an der Grundstücksgrenze, und der Aufstellort wird zur eigentlichen Planungsfrage.
Beim Altbau im Oderbruch kommt die Gebäudehülle dazu. Bei einem Kolonistenhaus mit Fachwerkwänden und alten Gussheizkörpern steht die Vorlauftemperatur im Mittelpunkt: Sie entscheidet, ob die Wärmepumpe mit den vorhandenen Heizflächen auskommt oder ob neue dazukommen müssen. Bei einem Siedlungshaus aus Mauerwerk in Neuenhagen stellt sich dieselbe Frage anders.
So fangen Sie an
Die SolarX GmbH plant Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen und baut sie mit eigenen Montageteams. Der Betrieb sitzt in der Wittestraße 3 in Berlin-Reinickendorf und arbeitet in Berlin und Brandenburg. Eine erste Größenordnung liefert der Solarrechner.

Städte und Gemeinden im Landkreis Märkisch-Oderland
- Photovoltaik in Strausberg
- Größte Stadt des Kreises, mit einer frühgotischen Feldsteinbasilika aus der Zeit um 1250 und einem eigenen Stromnetz, das die Stadtwerke seit 1995 betreiben.
- Seelow
- Die Kreisstadt ist klein geblieben: gut 5.400 Einwohner und eine klassizistische Stadtkirche, die ab 1830 nach einem Entwurf des Bauinspektors Siedler unter maßgeblicher Beteiligung Schinkels entstand und ihren Turm erst 1997/98 zurückbekam.
- Bad Freienwalde (Oder)
- Zwischen Oderbruch und Barnimhang überwindet das Stadtgebiet rund 160 Höhenmeter; der Kurbetrieb geht auf 1683 entdeckte Heilquellen zurück, den Titel Bad trägt die Stadt seit 1925.
- Neuenhagen bei Berlin
- Vorort an der S5 mit überwiegend Einfamilienhäusern, einem Rathaus von 1926, das zugleich ein 41,75 Meter hoher Wasserturm ist, und dem großen Umspannwerk im Gemeindegebiet.
- Hoppegarten
- Die 1868 eröffnete Galopprennbahn brachte Villen, Stallungen und einen eigenen Kaiserbahnhof; die Gemeinde besteht heute aus Dahlwitz-Hoppegarten, Hönow und Münchehofe.
- Rüdersdorf bei Berlin
- Hier wird seit über 750 Jahren Kalkstein gebrochen; Tagebau und Zementwerk prägen den Ort ebenso wie der Museumspark mit den Rumfordöfen von 1804.
- Fredersdorf-Vogelsdorf
- Mit knapp 900 Einwohnern je Quadratkilometer eine der am dichtesten bebauten Gemeinden des Kreises; die Dorfkirchen stammen aus den Jahren 1708 bis 1714, dazwischen liegt viel Siedlungsbau.
- Petershagen/Eggersdorf
- Zwei zusammengewachsene Dörfer am rund vier Kilometer langen Bötzsee, dazu die Pohrtsche Siedlung; der S-Bahnhof Petershagen Nord liegt an der Linie S5.
- Altlandsberg
- Die Altstadt überstand den Zweiten Weltkrieg weitgehend und hat 1,3 Kilometer Stadtmauer aus dem 14. und 15. Jahrhundert, zwei Tortürme und eine Schlosskirche von 1765 bis 1768.
- Müncheberg
- Die Stadtmauer von 1319 steht in Teilen noch, dazu Pulver- und Storchenturm; größter Arbeitgeber ist das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung.
- Wriezen
- Die Stadt wurde im April 1945 schwer getroffen und danach mit verändertem Grundriss wieder aufgebaut; die Marienkirche blieb Ruine, nur der Turm wurde in den 1990er Jahren restauriert.
- Buckow (Märkische Schweiz)
- Im Kessel am Schermützelsee stehen einstöckige Ackerbürgerhäuser des 19. Jahrhunderts neben Sommervillen; Brecht und Weigel hatten hier ab 1952 ihr Sommerhaus.
- Letschin
- Zehn Ortsteile auf 142 Quadratkilometern mitten im Bruch; Fontanes Vater führte hier die Apotheke, und der Zuckerrübenanbau kam um 1830 mit Johann Gottlieb Koppe.
- Neuhardenberg
- Schloss und Kirche tragen Schinkels Handschrift, der Park geht auf Pläne von Lenné zurück; auf dem alten Flugplatz ging 2012 ein Solarpark mit 145 Megawatt peak in Betrieb, bei Inbetriebnahme der größte Deutschlands.
- Küstriner Vorland
- Gorgast, Küstrin-Kietz und Manschnow liegen an der Oder gegenüber Kostrzyn; Fort Gorgast von 1883 bis 1889 ist das besterhaltene Außenfort der Festung Küstrin.
- Falkenberg (Mark)
- Die Gemeinde liegt im Übergang vom wald- und seenreichen Barnim zur Ebene des Oderbruchs und besteht aus Dannenberg, Falkenberg und Kruge/Gersdorf.
- Rehfelde
- Drei Ortsteile (Rehfelde, Werder und Zinndorf) an der Bahnstrecke Berlin–Kostrzyn, jeder mit einer mittelalterlichen Dorfkirche; die in Werder stammt aus der Zeit um 1234.
- Lebus
- Die Landstadt auf dem Burgberg über der Oder gab dem 1125 gegründeten Bistum und der Landschaft Land Lebus den Namen; die Stadtkirche Sankt Marien wurde 1806 klassizistisch neu gebaut.
Zum Nachschlagen
Landkreis
Untere Bauaufsichts- und Denkmalschutzbehörde des Landkreises Märkisch-Oderland(öffnet in neuem Tab)
um zu klären, ob das Vorhaben anzeigepflichtig ist und wer im Kreis für Denkmale zuständig ist
Denkmalschutz
Denkmaldatenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege(öffnet in neuem Tab)
um nachzusehen, ob das eigene Haus oder der Dorfkern in der Denkmalliste des Landes steht
Schutzgebiet
Naturpark Märkische Schweiz: Verwaltung im Besucherzentrum Buckow(öffnet in neuem Tab)
um zu sehen, welche Gemeinden im ältesten Naturpark Brandenburgs liegen und wen man dort fragt
Was Sie als Nächstes wissen wollen
Was kostet das bei mir?
In zwei Minuten zur Einschätzung: Dachfläche, Speicher, Wärmepumpe.
Welche Technik kommt aufs Dach?
Module, Wechselrichter und Speicher mit Marke, Modell und Datenblatt.
Was haben Sie schon gebaut?
Anlagen aus Berlin und Brandenburg, mit Zahlen statt Versprechen.
Die zwanzig häufigsten Fragen
Von der Genehmigung über den Netzanschluss bis zur Steuer.


