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Landkreis

Photovoltaik im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Oberspreewald-Lausitz reicht von den Rohrdächern in Lehde bis nach Ortrand im Schraden, das bis 1815 zu Sachsen gehörte. Dazwischen liegen Gartenstadt, Werkssiedlung, Plattenbau und Bergbaufolgeland, auf 1.223 Quadratkilometern. Wer hier eine Anlage plant, klärt zuerst, welche dieser Bauweisen er vor sich hat.

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Photovoltaik in Städten und Gemeinden im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Weiter Blick über eine zweigeschossige Gartenstadtsiedlung im Landkreis Oberspreewald-Lausitz: steile Walm- und Satteldächer mit verwitterten roten Tonziegeln, darauf vier Reihen matter dunkler Solarmodule, dahinter Birkenaufwuchs, sandige Böschung und ein stiller See der Bergbaufolgelandschaft.
Die Werks- und Gartenstadtsiedlungen des Kreises liefern die gleichmäßigsten Dachflächen, die der Oberspreewald-Lausitz zu bieten hat. Gleiche Neigung, gleiche Eindeckung, Haus für Haus.

Welche Dächer Sie hier antreffen

Der Baubestand ist ungewöhnlich breit gestreut. Im Spreewaldteil stehen Blockhäuser mit Rohrdach; Lehde wurde im Juli 1984 als ganzes Dorf unter Denkmalschutz gestellt. Knapp vierzig Kilometer weiter südlich beginnt die Industriegeschichte: die Gartenstadt Marga in Senftenberg-Brieske, zwischen 1907 und 1915 von Georg Heinsius von Mayenburg für die Ilse Bergbau AG gebaut, 64 Wohngebäude aus 15 Grundentwürfen, seit 1985 unter Denkmalschutz. Für die Belegschaft des Hydrierwerks zwischen Schwarzheide und Ruhland entstanden in den dreißiger Jahren die Siedlungen Wandelhof und Wasserturm, ebenfalls im Stil der Gartenstadt.

Den größten zusammenhängenden Block bilden die Jahrzehnte danach. In Lübbenau entstanden zwischen 1946 und 1975 etwa 6.000 ferngeheizte Wohnungen in Plattenbauweise für die Belegschaft des Kraftwerks Lübbenau und als Ersatz für die abgebaggerten Orte Seese und Tornow. Vetschau bekam parallel zu seinem eigenen Kraftwerk die Vetschauer Neustadt. In Senftenberg wurden zwischen 1980 und 1986 rund 3.055 Wohnungen in den neuen Gebieten Am See und Süd gebaut; seit 2002 läuft dort der Stadtumbau, und bis Ende 2021 hatte die kommunale Wohnungsgesellschaft 2.216 Wohnungen in 48 Gebäuden vom Markt genommen. Flache und flach geneigte Dächer sind hier kein Sonderfall.

  • Rohrdach im Spreewald: In Lehde steht das Dorf als Ganzes unter Denkmalschutz, hier entscheidet die Denkmalbehörde. Der Blick lohnt eher auf Scheune oder Nebengebäude.
  • Siedlungshaus der Gartenstadt Marga: Die Siedlung steht seit 1985 als Ganzes unter Denkmalschutz, das Dach gehört zum geschützten Ensemble; Sparrenlage und Eindeckung gehören vor der Montage nachgerechnet.
  • Plattenbau-Flachdach in der Lübbenauer oder Vetschauer Neustadt und in Senftenberg: Aufständerung mit Ballast statt Dachhaken, und vorher eine Aussage zum Zustand der Abdichtung.
  • Scheune und Stall auf der Hofanlage: große, oft ungedämmte Dachflächen, bei Wellplatten von vor 1993 mit Asbestverdacht, häufig die bessere Fläche, wenn das Wohnhaus im Denkmalbereich steht.

Schutzgebiete, Denkmalbereiche und zwei Sprachen

Der Norden des Kreises liegt im Biosphärenreservat Spreewald. Lübbenau ist eine seiner beiden Städte und gehört mit Ortsteilen wie Lehde dazu; von Vetschau reichen Ortsteile wie Raddusch hinein. Westlich davon beginnt der Naturpark Niederlausitzer Landrücken mit rund 580 Quadratkilometern, der im Osten etwa auf der Linie Luckau–Calau endet. Dazu kommen die Denkmalbereiche: das Dorf Lehde seit 1984, die Gartenstadt Marga seit 1985. Wo eines davon zutrifft, führt der Weg über die untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises in Senftenberg. Besser vor der Planung als nach der Bestellung.

Dazu kommt die zweisprachige Geschichte. Der Kreis zählt zum angestammten Siedlungsgebiet der Sorben und Wenden. Calau heißt niedersorbisch Kalawa, Neu-Seeland Nowa Jazorina, Neupetershain Nowe Wiki, Raddusch Raduš. In Vetschau stehen zwei Kirchen unter einem Dach, weil dort bis 1932 in beiden Sprachen gepredigt wurde; seit 1995 gibt es einmal im Jahr wieder einen niedersorbischen Gottesdienst. Solche Ortskerne haben eine einheitliche Dachlandschaft, und eine Anlage wird dort eher auf die straßenabgewandte Seite geplant.

Netzanschluss und Untergrund

Verteilnetzbetreiber für den Kreis ist MITNETZ STROM. Eine Ausnahme ist das Stadtgebiet Senftenberg: Dort betreibt die Stadtwerke Senftenberg GmbH das Stromnetz und führt eigene Verfahren für Netzanschluss und EEG-Einspeisung. Die Adresse bestimmt, welcher Netzbetreiber zuständig ist und bei wem die Anlage angemeldet wird.

Der zweite Punkt ist der Boden. Nach dem Ende des Tagebaus steigt das Grundwasser wieder an. Die LMBV nennt dazu Vernässungen und Bauwerksschäden an Gebäuden und hat Schutzmaßnahmen gebaut, in Senftenberg einen Horizontalfilterbrunnen, bei Altdöbern den Südgraben; ihre Abteilung für Bergschäden sitzt in der Knappenstraße in Senftenberg. Für eine Anlage auf dem Dach spielt das selten eine Rolle. Für eine Wärmepumpe mit Erdarbeiten oder einen Speicher im Keller durchaus.

Wer hier plant und baut

Die SolarX GmbH ist ein Fachbetrieb aus Berlin-Reinickendorf, Wittestraße 3. Wir planen Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen und bauen sie mit eigenen Montageteams, in Berlin und in Brandenburg. Was Ihre Anlage kostet, hängt an Dachfläche, Ausrichtung, Eindeckung und Zählerschrank. Deshalb steht hier keine Zahl, sondern der Rechner: Dort tragen Sie Ihr Dach ein.

Nahsicht auf das bitumengedeckte Flachdach eines fünfgeschossigen Plattenbaus im Landkreis Oberspreewald-Lausitz: sechs Reihen aufgeständerter schwarzer Module auf Ballastgestellen, Kiesstreifen an der Attika, zwei Lüftungsschächte, dahinter baugleiche Blöcke und flaches Land.
Lübbenau, Vetschau und Senftenberg haben den größten Bestand an Flachdächern im Kreis. Die Ausrichtung ist hier frei wählbar, die Dachhaut entscheidet. Veranschaulichung, keine Aufnahme einer ausgeführten Anlage.

Städte und Gemeinden im Landkreis Oberspreewald-Lausitz

Photovoltaik in Senftenberg
Die Kreisstadt liegt am Senftenberger See, der von 1967 bis 1972 aus dem Tagebau Niemtsch geflutet wurde; im Stadtgebiet betreibt nicht MITNETZ, sondern die Stadtwerke Senftenberg GmbH das Stromnetz.
Lübbenau/Spreewald
Altstadt mit dem Schloss von 1817 bis 1820 und dem Großen Spreewaldhafen auf der einen Seite, auf der anderen die Neustadt mit etwa 6.000 ferngeheizten Plattenbauwohnungen: zwei Dachwelten in einer Stadt.
Lauchhammer
Die Einwohnerzahl fiel von 28.024 im Jahr 1964 auf knapp 14.000; geblieben sind die Kunst- und Glockengießerei, die auf eine Gründung von 1784 zurückgeht, und die Biotürme der alten Kokerei.
Großräschen
Der Ortsteil Großräschen-Süd mit Bückgen wurde zwischen 1987 und 1991 für den Tagebau Meuro abgebaggert; über dem Restloch, das heute der Großräschener See ist, stehen seit 2004 die IBA-Terrassen.
Calau
Niedersorbisch Kalawa, erstmals erwähnt am 6. Oktober 1279 als Calowe; die Wendische Kirche hat ihre heutige Gestalt seit 1666, und die Rubrik „Aus Kalau wird berichtet…“ im Kladderadatsch ab 1848 machte den Kalauer bekannt.
Vetschau/Spreewald
Das Kraftwerk Vetschau lief von 1964 bis 1996, parallel zum Kraftwerksbau entstand die Vetschauer Neustadt; zur Stadt gehört Raddusch, wo 2003 der Nachbau einer slawischen Burg errichtet wurde.
Schwarzheide
Die Stadt entstand 1936 aus Zschornegosda und Naundorf; für das Hydrierwerk der BRABAG wurden die Siedlungen Wandelhof und Wasserturm gebaut, das Werk gehört seit 1990 zu BASF.
Schipkau
Zur Gemeinde gehört Klettwitz mit dem Lausitzring; auf der Klettwitzer Hochkippe entstand der Energiepark Lausitz, dazu stehen auf dem Gemeindegebiet über fünfzig Windkraftanlagen.
Ruhland
Ein Stadtbrand vernichtete 1768 fast den ganzen Ort; der Wiederaufbau folgte den Plänen von Samuel Locke, und die barocke Kirche entstand von 1772 bis 1774.
Ortrand
Die Stadt liegt im Schraden an der Pulsnitz und gehörte bis 1815 zu Sachsen; 1525 erhielt sie das Privileg, an der Nordostecke des Marktes ein Rathaus zu bauen, und St. Jakobus ist ihr ältestes erhaltenes Gebäude.
Altdöbern
Das barocke Schloss von 1717 und ein rund 55 Hektar großer Landschaftspark, den Eduard Petzold in den 1880er Jahren gestaltete, liegen zwischen Calau und Großräschen.
Neupetershain
Niedersorbisch Nowe Wiki; Klein Görigk fiel 1995/96 und Geisendorf 2001 dem Tagebau Welzow-Süd zum Opfer, für die Umgesiedelten entstand Neu-Geisendorf nördlich des Ortes.
Neu-Seeland
Niedersorbisch Nowa Jazorina; die Gemeinde entstand 2002 aus Bahnsdorf, Lindchen, Lubochow und Ressen und trägt ihren Namen nach dem Lausitzer Seenland, an dem sie mit drei Seen liegt.
Hohenbocka
Seit dem ersten Abbauvertrag von 1857 wird hier Quarzsand gewonnen, aus dem farblose und optische Gläser hergestellt werden; das Schloss von 1897 bis 1909 ist heute ein Hotel.
Lindenau
Schloss von 1584, Torhaus von 1690 und ein 23 Hektar großer Landschaftspark; die Schlosskirche aus dem 17. Jahrhundert ist die westlichste Kirche der Oberlausitz.
Großkmehlen
Das Renaissance-Wasserschloss aus der Mitte des 16. Jahrhunderts steht noch im Wassergraben; in der benachbarten St.-Georgs-Kirche spielt eine Orgel, die Gottfried Silbermann 1718 errichtete.
Luckaitztal
Die Gemeinde entstand 2002 aus Buchwäldchen, Gosda, Muckwar und Schöllnitz und ist nach dem Flüsschen Luckaitz benannt; bei Weißag steht der rund 43 Meter hohe Ziegelturm in der Calauer Schweiz.
Bronkow
Die Dorfkirche ist ein frühgotischer Saalbau aus Back- und Feldsteinen aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts; zur Gemeinde gehören die Ortsteile Lipten und Lug.

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