Landkreis
Photovoltaik im Landkreis Barnim
Der Barnim reicht vom S-Bahn-Rand bei Ahrensfelde bis an die Oder. Auf dem Weg dorthin wechseln die Dächer mehrfach: Feldsteinkirchen in den Angerdörfern, Kupferhäuser im Messingwerk Finow, Plattenbauten in Eberswalde, Siedlungshäuser am Berliner Rand. Dazu kommen viel Wald, drei Großschutzgebiete und zwei verschiedene Netzbetreiber.
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Wir prüfen Ihr Dach und Ihre Elektrik vor Ort. Danach erhalten Sie die Auslegung, eine Ertrags- und Wirtschaftlichkeitsprognose und Ihr Festpreisangebot. Photovoltaik und Haustechnik werden gemeinsam betrachtet.
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Photovoltaik in Städten und Gemeinden im Landkreis Barnim

Hier sind wir im Landkreis Barnim unterwegs
Was im Barnim auf den Dächern liegt
Der Baubestand wechselt über kurze Entfernungen. In den Angerdörfern des Barnim steht das Älteste aus Feldstein, dem billigsten märkischen Baumaterial. Börnicke, heute Ortsteil von Bernau, hat eine Saalkirche aus Feldsteinmauerwerk aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts; in Mehrow bei Ahrensfelde stammt die Feldsteinkirche aus demselben Jahrhundert. Dächer dieses Alters haben oft eine unregelmäßige Sparrenlage, die vor der Montage aufgemessen werden muss. Landwirtschaftliche Nebengebäude bieten dafür große, ungeteilte Flächen, wie sie auf Wohnhäusern selten vorkommen.
In Eberswalde-Finow steht etwas, das es sonst kaum gibt. Am Fuß des Wasserturms im Messingwerk entstand 1931/32 eine Mustersiedlung aus acht Kupferhäusern in Fertigbauweise. An der Planung war Walter Gropius beteiligt, der den Haustyp weiterentwickelte, nachdem er auf der Berliner Bauausstellung von 1931 auf moderne Fertighauskonzepte gestoßen war. Die Häuser waren zerlegbar, ließen sich in Kisten verschicken und in wenigen Tagen aufbauen. Die Siedlung steht unter Denkmalschutz. Auf einem solchen Dach ist jede Befestigung eine Einzelfallprüfung, keine Routine.
Im Brandenburgischen Viertel in Eberswalde prägen Plattenbauten das Bild; die O-Bus-Linie 862 fährt dorthin. Flachdächer dieser Bauart nehmen Aufständerungen auf, verlangen aber Ballast statt Durchdringung, damit die Abdichtung unversehrt bleibt. In Panketal ist es umgekehrt: Zepernick und Schwanebeck wuchsen ab 1904 über Kolonien wie Alpenberge und Gehrenberge zusammen und gehen heute unmittelbar in Berlin-Buch über. Gut 21.000 Menschen leben dort auf knapp 26 Quadratkilometern. In so gewachsenen Kolonien entscheidet sich von Straßenzug zu Straßenzug, was auf ein Dach passt; das wird vor Ort aufgenommen und nicht aus der Karte abgelesen.
Schutzgebiete, Denkmale und die Frage der Umkehrbarkeit
Drei Großschutzgebiete berühren den Kreis. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin umfasst 129.160 Hektar in vier Landkreisen und wurde im September 1990 eingerichtet. Der Naturpark Barnim ist rund 750 Quadratkilometer groß und das einzige gemeinsame Großschutzgebiet von Berlin und Brandenburg. Im Nordosten, bei Lunow-Stolzenhagen, liegt der Nationalpark Unteres Odertal, der einzige Nationalpark Brandenburgs.
Das Biosphärenreservat ist in vier Zonen geteilt. Zone I ist Kernzone ohne wirtschaftliche Nutzung, Zone II Pflegezone; die Siedlungen liegen ganz überwiegend in den Entwicklungszonen III und IV. Welche Regel für Ihr Grundstück gilt, hängt also an der Zone, nicht am Ortsnamen. Die Reservatsverwaltung gibt dazu Auskunft.
Denkmalschutz trifft hier ganze Ensembles. Bernau hat rund 1,3 Kilometer seiner Stadtmauer aus dem 13. und 14. Jahrhundert behalten, dazu das Steintor mit dem 28 Meter hohen Hungerturm und die Stadtpfarrkirche St. Marien. Das brandenburgische Denkmalschutzgesetz wurde geändert: Bei Photovoltaik auf Denkmalen soll die Genehmigung zur Regel werden, sofern die Anlage reversibel ist und das Erscheinungsbild nicht erheblich beeinträchtigt wird.
Reversibel heißt in der Praxis: aufgelegt oder aufgeständert statt in die Dachhaut eingelassen, Leitungen ohne neue Durchbrüche, Rückbau ohne bleibende Spuren. Im Barnim liegt darin sehr Verschiedenes. In der Bernauer Altstadt stellt sich zuerst die Frage nach dem Erscheinungsbild, in der denkmalgeschützten Messingwerksiedlung in Finow zuerst die nach der Befestigung, weil die Kupferhäuser als zerlegbare Fertigbauten errichtet wurden. Was im Einzelfall verlangt wird, sagt die untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises in Eberswalde. Diese Auskunft sollte vorliegen, bevor Module bestellt werden.
Zwei Netzbetreiber im selben Kreis
Es ist nicht überall derselbe Netzbetreiber zuständig. Im Stadtgebiet Bernau einschließlich der Waldsiedlung betreiben die Stadtwerke Bernau das Stromnetz seit 1999; ab 2012 übernahmen sie schrittweise die Konzessionen der Ortsteile Ladeburg, Lobetal, Börnicke, Birkholz, Birkholzaue und Schönow. Außerhalb dieses Netzgebiets ist ein anderer Netzbetreiber zuständig. Verbindlich ist allein die Netzbetreiberauskunft zu Ihrer Adresse, eingeholt vor dem Antrag und nicht danach.
Das ist keine Formalie. Die Netzgrenze verläuft mitten durch den Kreis, und sie trennt ausgerechnet die einwohnerstärkste Stadt von der Kreisstadt: Wer in Bernau baut, reicht bei den Stadtwerken ein, wer in Biesenthal oder Oderberg baut, beim anderen Netzbetreiber. Netzanschlussbegehren, Zählerwechsel und Inbetriebsetzung laufen dort nach je eigenen Formularen und Fristen. Die Zuständigkeit sollte deshalb geklärt sein, bevor ein Montagetermin steht.
Die SolarX GmbH plant Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen in Berlin und Brandenburg und baut sie mit eigenen Montageteams; der Betrieb sitzt in der Wittestraße 3 in Berlin-Reinickendorf. Was eine Anlage für Ihr Haus kostet, hängt an Dachfläche, Ausrichtung und daran, ob eine Wärmepumpe dazukommt, im Barnim vor allem aber an zwei Dingen: an der Verschattung, bei gut 46 Prozent Wald im Kreis, und an der Eindeckung, die hier von Feldstein über Kupferblech bis zum Plattenbau-Flachdach reicht. Pauschale Zahlen auf einer Kreisseite helfen dabei nicht weiter. Der Rechner nimmt Ihre Dachdaten auf und gibt eine Einschätzung für Ihr Gebäude aus.

Städte und Gemeinden im Landkreis Barnim
- Eberswalde
- Die Kreisstadt liegt im Urstromtal am Finowkanal und fährt Oberleitungsbusse. Bundesweit gibt es außer Eberswalde nur noch Solingen und Esslingen am Neckar; 1992 bekam sie wieder eine Hochschule, nachdem die Forstakademie 1963 nach Tharandt gegangen war.
- Bernau bei Berlin
- Mit rund 44.000 Einwohnern die einwohnerstärkste Stadt des Kreises; von der Stadtmauer des 13. und 14. Jahrhunderts stehen noch etwa 1,3 Kilometer mit Steintor und Hungerturm.
- Photovoltaik in Wandlitz
- 2003 aus neun Dörfern zusammengelegt, darunter Klosterfelde und Basdorf, wo die Kreiswerke Barnim eine Wasserstofftankstelle für die Heidekrautbahn gebaut haben.
- Panketal
- Zepernick und Schwanebeck wuchsen ab 1904 über Kolonien wie Alpenberge und Gehrenberge zusammen; heute leben hier gut 21.000 Menschen auf knapp 26 Quadratkilometern, mit zwei S-Bahnhöfen und unmittelbarem Übergang nach Berlin-Buch.
- Ahrensfelde
- Fünf Ortsteile zwischen S-Bahn-Endpunkt und offener Feldmark; östlich des Ortszentrums von Blumberg liegt der Schlosspark, den Peter Joseph Lenné Mitte des 19. Jahrhunderts anlegte und der nur noch in Teilen erhalten ist.
- Photovoltaik in Werneuchen
- Neun Ortsteile auf 117 Quadratkilometern Stadtgebiet, mitten in der ackerbaulich geprägten Barnimer Feldmark; der 1937 als Jagdfliegerschule der Luftwaffe angelegte und später von den Sowjets ausgebaute Flugplatz dient heute als Sportflugplatz.
- Schorfheide
- Mit 238 Quadratkilometern die flächengrößte Gemeinde des Kreises, 2003 aus Finowfurt und Groß Schönebeck gebildet; ihre neun Ortsteile reichen von Finowfurt am Finowkanal bis Altenhof am Werbellinsee.
- Biesenthal
- Auf dem Schlossberg errichteten die Askanier zu Anfang des 13. Jahrhunderts eine Burg, von der nur die Feldsteinfundamente des Burgkellers blieben; südwestlich liegt das Naturschutzgebiet Biesenthaler Becken mit seinen Zungenbeckenseen, Mooren und Fließen.
- Oderberg
- Die alte Hafenstadt am Rand des Oderbruchs zeigt im Binnenschifffahrts-Museum den Seitenraddampfer Riesa von 1897; über ihr liegt der Albrechtsberg mit den Spuren der Burg.
- Joachimsthal
- Joachimsthal gehört zu unserem Einsatzgebiet im Barnim. Für Ihr Gebäude prüfen wir Dachfläche, Verschattung und Netzanschluss sowie mögliche Gestaltungsvorgaben.
- Chorin
- Sieben Ortsteile auf dünn besiedeltem Grund, darunter das Ökodorf Brodowin am Parsteiner See, der mit 1.003 Hektar zu den großen Seen Brandenburgs zählt.
- Niederfinow
- Hier überwinden zwei Schiffshebewerke 36 Höhenmeter: das genietete Stahlgerüst von 1934 und der Neubau, der 2022 in Betrieb ging.
- Britz
- Der Ortsname geht auf das slawische Wort für Birke zurück; 1277 kam das Dorf durch markgräfliche Schenkung ans Kloster Chorin, heute leben hier rund 2.100 Menschen.
- Marienwerder
- Am Finowkanal gelegen, wo die Schleuse Ruhlsdorf in der Form von 1878 steht; im Ortsteil Sophienstädt wurden nach dem Großfeuer von 1824 die Fachwerkhäuser neu aufgebaut.
- Lunow-Stolzenhagen
- Die Gemeinde liegt am linken Oderufer, rund 27 Kilometer nordöstlich von Eberswalde; die Oder bildet hier die Staatsgrenze zu Polen, und das Gemeindegebiet liegt im Nationalpark Unteres Odertal.
- Melchow
- 1324 erstmals erwähnt, 1.651 Hektar groß und mit gut 1.100 Einwohnern eine der kleineren Gemeinden im Amt Biesenthal-Barnim.
- Rüdnitz
- Nordöstlich von Bernau an der Bahnstrecke nach Stettin gelegen, mit eigenem Bahnhof seit 1912; an die Hachschara-Stätte, die hier von 1935 bis 1941 bestand, erinnert ein Gedenkstein.
Zum Nachschlagen
Landkreis
Bauordnungs- und Planungsamt des Landkreises Barnim(öffnet in neuem Tab)
um Zuständigkeit, Anschrift und Sprechzeiten für bauordnungsrechtliche Fragen im Barnim nachzusehen
Denkmalschutz
Denkmalliste des Landes Brandenburg beim BLDAM(öffnet in neuem Tab)
um in der Teildenkmalliste des Landkreises Barnim nachzuschlagen, ob das eigene Haus eingetragen ist
Schutzgebiet
Verwaltung des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin(öffnet in neuem Tab)
um zu klären, was im Schutzgebiet rund um Chorin, Joachimsthal und den Werbellinsee gilt
Schutzgebiet
Naturpark Barnim(öffnet in neuem Tab)
um die Grenzen des Naturparks zwischen Wandlitz, Biesenthal und dem Berliner Rand einzusehen
Was Sie als Nächstes wissen wollen
Was kostet das bei mir?
In zwei Minuten zur Einschätzung: Dachfläche, Speicher, Wärmepumpe.
Welche Technik kommt aufs Dach?
Module, Wechselrichter und Speicher mit Marke, Modell und Datenblatt.
Was haben Sie schon gebaut?
Anlagen aus Berlin und Brandenburg, mit Zahlen statt Versprechen.
Die zwanzig häufigsten Fragen
Von der Genehmigung über den Netzanschluss bis zur Steuer.


