Landkreis
Photovoltaik im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Ostprignitz-Ruppin reicht vom Rhinluch bei Fehrbellin bis an die mecklenburgische Grenze hinter Wittstock: 2.526 Quadratkilometer, knapp 99.000 Einwohner, rund 39 je Quadratkilometer. Der Baubestand wechselt auf kurzer Strecke: die nach dem Brand von 1787 einheitlich wiederaufgebaute Innenstadt in Neuruppin, Fachwerk in Kyritz und Wittstock, Dorfkirchen vom 13. bis ins 20. Jahrhundert in den Dörfern dazwischen. Und beim Netzanschluss kommt es darauf an, ob Ihr Dach im Netzgebiet der Stadtwerke Neuruppin liegt oder nicht.
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Hier sind wir im Landkreis Ostprignitz-Ruppin unterwegs
Historische Stadtkerne und Schutzgebiete, die hier eine Rolle spielen
Fünf Städte des Kreises gehören der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg an: Neuruppin, Wittstock/Dosse, Kyritz, Rheinsberg und Wusterhausen/Dosse. Was in einem solchen Kern möglich ist, entscheidet die zuständige Denkmalschutzbehörde im Einzelfall. Das sollte vor dem Angebot geklärt sein.
Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land reicht weit in den Kreis hinein; zu ihm gehören unter anderem Rheinsberg, Lindow (Mark), Vielitzsee, Herzberg (Mark), Storbeck-Frankendorf, Neuruppin und Wittstock. Für ein einzelnes Dach ist aber nicht die Naturparkgrenze maßgeblich, sondern die Landesdenkmalliste und die Satzung der Gemeinde. Und beide gelten grundstücksweise, nicht kreisweit.
Zwischen Wittstock, Rheinsberg und Neuruppin liegt die Kyritz-Ruppiner Heide, von 1952 bis 1993 sowjetischer Truppenübungs- und Bombenabwurfplatz auf knapp 119 Quadratkilometern. Etwa 1,5 Millionen Granaten, Bomben und Blindgänger werden dort bis heute im Boden vermutet; rund 4.000 Hektar betreut die Heinz-Sielmann-Stiftung als Nationales Naturerbe. Auf dem Dach spielt das keine Rolle. Für alles, was in den Boden geht, sehr wohl.
Wer das Netz betreibt, entscheidet über den Anmeldeweg
Die Stadtwerke Neuruppin GmbH sind Netzbetreiber für ein eng begrenztes Gebiet: Neuruppin mit dem Ortsteil Alt Ruppin. Zur Stadt Neuruppin gehören aber zwölf weitere Ortsteile. Wer in Karwe, Radensleben oder Wuthenow baut, liegt innerhalb der Stadtgrenze und trotzdem nicht im Netzgebiet der Stadtwerke. Die Stadtgrenze ist hier also nicht die Netzgrenze.
Wer außerhalb dieses Gebiets baut, hat einen anderen Netzbetreiber, in weiten Teilen des Kreises die E.DIS Netz GmbH, die beim Fachtag des Landkreises zum Netzausbau über das Stromnetz der Region informierte. Prüfen Sie vor der Planung, in wessen Netzgebiet Ihr Grundstück liegt; davon hängen Formular, Prüfweg und Termine ab.
Bei diesem Fachtag nannte Landrat Ralf Reinhardt das Kernproblem: Ein Windpark könne schon nach zwei bis drei Jahren in Betrieb gehen, eine 110-kV-Stromleitung brauche von der Bedarfsplanung über Planfeststellung und Bau bis zur Inbetriebnahme bis zu zehn Jahre. Eine Dachanlage ist damit nicht gemeint. Die steht in Tagen. Aber die Frage, was das Netz an Ihrer Adresse aufnehmen kann, gehört an den Anfang einer Planung.
- Netzgebiet der Stadtwerke Neuruppin GmbH: Neuruppin mit dem Ortsteil Alt Ruppin. Dort nehmen die Stadtwerke auch die Anmeldung von Erzeugungsanlagen entgegen.
- Außerhalb davon: anderer Netzbetreiber, anderes Formular, anderer Prüfweg: in weiten Teilen des Kreises die E.DIS Netz GmbH.
Welche Dächer hier tatsächlich infrage kommen
Große Teile des Kreises sind land- und forstwirtschaftlich geprägt, dazu kommt der Erholungstourismus mit Camping-, Jagd- und Wassersportmöglichkeiten. In der Praxis heißt das: viele landwirtschaftliche Gebäude mit großen Stall- und Scheunendächern und viele Ferienquartiere am Wasser, deren Verbrauch im Sommer am höchsten ist, also dann, wenn eine Anlage am meisten liefert.
Industrie gibt es punktuell. In Heiligengrabe stellt Swiss Krono unter der Marke Kronotex MDF-Platten und Laminatböden her, bei Wittstock besteht über das Autobahndreieck Anschluss an die A 24 und die A 19 Richtung Rostock, und in Neuruppin gehört das Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg zu den größten Arbeitgebern der Region. Ein Hallendach ist ein anderes Projekt als ein Satteldach in Walsleben.
Was auf Ihrem Dach möglich ist, hängt an Dachfläche, Ausrichtung und Verbrauch und daran, wer an Ihrer Adresse das Netz betreibt. Rechnen Sie das durch, bevor jemand zur Besichtigung kommt; dafür ist der Solarrechner da. Die SolarX GmbH ist ein Fachbetrieb aus Berlin-Reinickendorf, plant Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen und baut mit eigenen Montageteams in Berlin und Brandenburg.

Städte und Gemeinden im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
- Neuruppin
- Nach dem Brand vom 26. August 1787, der 401 Bürgerhäuser zerstörte, wurde die Kreisstadt bis 1803 nach einheitlichem Grundriss neu errichtet; ein Reglement gab dabei Bauweise, Geschosszahl, Dachneigung und Fensterzahl vor.
- Wittstock/Dosse
- Die fast vollständig erhaltene Stadtbefestigung misst rund 2.435 Meter und besteht bis auf einen Feldsteinsockel im Norden aus Backstein im Klosterformat; dahinter steht die Alte Bischofsburg, von 1271 bis 1548 Bischofsresidenz, mit ihrem 32 Meter hohen Amtsturm.
- Kyritz
- Der langgestreckte, rechteckige Markt mit dem 1879 nach einem Brand errichteten Rathaus und Fachwerkhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts prägen den Stadtkern; die Marienkirche erhielt 1848 eine neugotische Doppelturmfassade nach Plänen Stülers.
- Rheinsberg
- Den Umbau des Schlosses am Grienericksee für den Kronprinzen Friedrich begann Johann Gottfried Kemmeter, Knobelsdorff führte ihn weiter; nordöstlich der Stadt wird seit 1995 das erste wirtschaftlich genutzte Kernkraftwerk der DDR zurückgebaut.
- Fehrbellin
- Im Ortsteil Linum entstanden aus abgetorften Flächen 240 Hektar Teiche, inzwischen der größte Binnenrastplatz Europas; 2006 wurden dort Mitte Oktober an einem Tag 72.000 Kraniche und 60.000 Gänse gezählt.
- Heiligengrabe
- Das Kloster Stift zum Heiligengrabe aus dem 13. Jahrhundert gilt als besterhaltene Klosteranlage Brandenburgs und ist seit 1998 Denkmal nationaler Bedeutung; im Ort produziert Swiss Krono unter der Marke Kronotex MDF-Platten und Laminatböden.
- Wusterhausen/Dosse
- 1758 brannte die Stadt zu zwei Dritteln nieder, 169 Wohnhäuser gingen verloren; in der heutigen Kyritzer Straße blieben Fachwerkhäuser stehen, und die Kirche St. Peter und Paul entstand Mitte des 13. Jahrhunderts aus Feldsteinquadern.
- Neustadt (Dosse)
- Das 1788 gegründete Haupt- und Landgestüt besteht aus zwei Vierseitanlagen, die eine rund einen Kilometer lange, vierreihige Allee voneinander trennt.
- Lindow (Mark)
- Auf einer Halbinsel am Wutzsee steht die Ruine des um 1240 hierher verlegten Zisterzienserinnenklosters, am 18. Oktober 1638 von kaiserlichen Truppen zerstört; ihr Südgiebel ist ein Wahrzeichen der Stadt, das Konventgebäude wird seit 2012 instandgesetzt.
- Temnitzquell
- Zur Gemeinde gehören Katerbow, Netzeband und Rägelin; der Gutspark in Netzeband wurde 1996 zur Freilichtbühne umgestaltet und trägt seither den Theatersommer, unterhalb der 1834 im klassizistischen Stil erbauten Temnitzkirche.
- Temnitztal
- Sechs Dörfer bilden die Gemeinde im Tal der Temnitz: Garz, Kerzlin, Küdow-Lüchfeld, Rohrlack, Vichel und Wildberg. Hier leben knapp 1.500 Menschen auf 52,48 Quadratkilometern.
- Walsleben
- Hier sitzt die Verwaltung des Amtes Temnitz, das sechs Gemeinden führt; der Amtssitz wurde aus Werder hierher verlegt.
- Märkisch Linden
- Die Gemeinde fasst die vier Dörfer Darritz-Wahlendorf, Gottberg, Kränzlin und Werder zusammen und gehört wie Walsleben zum Amt Temnitz.
- Dabergotz
- Fünf Kilometer westlich von Neuruppin auf der Ruppiner Platte steht die Dorfkirche aus Feldstein, errichtet in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, mit einem Kanzelaltar vom Anfang des 18. Jahrhunderts.
- Storbeck-Frankendorf
- Die Gemeinde aus den beiden Dörfern Storbeck und Frankendorf liegt etwa fünf Kilometer nördlich von Neuruppin und zählt auf 42,69 Quadratkilometern elf Einwohner je Quadratkilometer.
- Sieversdorf-Hohenofen
- In Hohenofen steht die Patent-Papierfabrik, die am 1. Juli 1838 den Betrieb aufnahm; ihre historische Produktionslinie blieb nahezu vollständig erhalten, und seit 2003 steht die Anlage unter Denkmalschutz.
- Dreetz
- Die Gemeinde liegt zwischen Neustadt (Dosse) und Friesack am Naturschutzgebiet Dreetzer See und zählt auf 64,75 Quadratkilometern etwa 17 Einwohner je Quadratkilometer.
Zum Nachschlagen
Landkreis
Bauaufsicht und Denkmalschutz beim Landkreis Ostprignitz-Ruppin(öffnet in neuem Tab)
um vor der Planung zu klären, ob für das eigene Dach eine denkmalrechtliche Erlaubnis nötig ist
Denkmalschutz
Denkmalliste Ostprignitz-Ruppin beim Landesamt für Denkmalpflege(öffnet in neuem Tab)
um in der amtlichen Liste nachzusehen, ob das eigene Haus als Denkmal geführt wird
Schutzgebiet
Naturpark Stechlin-Ruppiner Land(öffnet in neuem Tab)
um zu sehen, wie weit der Naturpark über Rheinsberg, Lindow, Neuruppin und Wittstock reicht
Netzbetreiber
PV-Anlage bei den Stadtwerken Neuruppin anmelden(öffnet in neuem Tab)
um Formulare, Checkliste und Ansprechpartner für den Netzanschluss im Neuruppiner Netzgebiet zu finden
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