Landkreis
Photovoltaik im Landkreis Elbe-Elster
Der Landkreis Elbe-Elster liegt im Süden Brandenburgs, dort wo Elbe und Schwarze Elster an Sachsen und Sachsen-Anhalt grenzen. Auf 1.899 Quadratkilometern leben rund 97.000 Menschen, 51 je Quadratkilometer, verteilt auf Dörfer mit großen Bauernhöfen, sechs durch Satzung geschützte Denkmalbereiche und die Bergbaufolgelandschaft der Niederlausitz. Wer hier eine Anlage anmeldet, hat es meist mit MITNETZ STROM zu tun und nicht mit E.DIS. In Finsterwalde sind die Stadtwerke der Stadt zuständig.
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Durchfahrtsscheunen, Eisenbahnerziegel, Kraftwerkssiedlung
In den Dörfern des Kreises steht der Bauernhof mit Durchfahrtsscheune. Die Denkmalliste des Landes führt für Elbe-Elster Gehöfte auf, die aus Wohnhaus, Stallspeicher und Durchfahrtsscheune bestehen, in Grassau, Dubro und Horst bei Schönewalde. Auf solchen Höfen ist das Scheunendach die größte Fläche am Stück, und oft die älteste. Ein Dachstuhl, der jahrzehntelang Heu getragen hat, ist darum noch nicht für eine Modulbelegung ausgelegt. Der Statiknachweis gehört vor das Angebot.
Falkenberg/Elster ist eine Eisenbahnerstadt. Um 1900 baute die Bahn dort ganze Straßenzüge für ihr Personal: roter Ziegel, Satteldächer, derselbe Grundriss über die Zeile. Diese Eisenbahnersiedlung ist seit 1994 ein durch Satzung geschützter Denkmalbereich. Eine Anlage auf diesen Dächern ist erlaubnispflichtig. In Finsterwalde wuchs die Einwohnerzahl zwischen 1800 und 1900 von 1.600 auf 10.726, getrieben von der Tuchindustrie. Entsprechend viel Gründerzeit steht dort, mit kleinteiliger Ziegeldeckung und Gauben, die jede durchgehende Modulreihe unterbrechen.
Dazu kommt, was die Braunkohle hinterlassen hat. Um Plessa förderte die Grube Agnes ab 1894, in Tröbitz die Grube Hansa ab 1901; bei Lichterfeld hat erst der Tagebau Klettwitz-Nord der letzten DDR-Jahre die Landschaft umgegraben, aus seinem Restloch wurde der Bergheider See. Die Kraftwerkssiedlung in der Plessaer Nordstraße steht noch und ist selbst Denkmal. Und wo Wohnblocks der DDR-Jahre mit flacher Neigung und Bitumendeckung stehen, ist nicht die Tragfähigkeit die Frage, sondern die Durchdringung: wie Befestigung und Leitung durch die Abdichtung kommen, ohne sie zu öffnen.
Sechs geschützte Denkmalbereiche und was daraus folgt
Im Landkreis Elbe-Elster sind nach der Denkmalliste des Landes sechs Denkmalbereiche durch Satzung geschützt: die Stadtkerne von Doberlug und von Kirchhain, Altstadt und Neustadt von Mühlberg mit Schloss und Kloster Güldenstern, die Stadtkerne von Schönewalde und von Uebigau und die Eisenbahnersiedlung in Falkenberg/Elster. Herzberg (Elster) hat keine solche Satzung. Vier Städte des Kreises gehören daneben der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen an, einem Zusammenschluss von 31 Städten: Doberlug-Kirchhain, Herzberg (Elster), Mühlberg/Elbe und Uebigau-Wahrenbrück. Das ist eine Mitgliedschaft, kein Schutzstatus.
In einem Denkmalbereich ist die Anlage erlaubnispflichtig. Das Brandenburgische Denkmalschutzgesetz regelt das in § 9; die dazu ergangene Verwaltungsvorschrift über erneuerbare Energien stellt klar, dass die Erlaubnis die Regel sein soll, wenn der Einbau reversibel ist, das Erscheinungsbild nicht erheblich beeinträchtigt wird und der Eingriff in die geschützte Substanz gering bleibt. Zuständig ist die untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises.
In der Praxis entscheiden Details: welche Dachfläche vom öffentlichen Straßenraum aus zu sehen ist, ob die Module in der Dachebene liegen statt aufgeständert, ob Rahmen und Rückseitenfolie dunkel gehalten sind. Diese Fragen gehören vor die Planung; entschieden werden sie von der unteren Denkmalschutzbehörde, den Antrag stellt der Eigentümer. Der Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft mit 484 Quadratkilometern berührt Dachanlagen dagegen in aller Regel nicht. Er wird erst zum Thema, sobald von Freiflächen die Rede ist.
Zwei Netzbetreiber, je nach Ort
Das ist der Punkt, an dem Unterlagen aus anderen Brandenburger Kreisen nicht passen. In weiten Teilen des Landes führt E.DIS Netz das Verteilnetz. In Elbe-Elster ist es überwiegend MITNETZ STROM, die Netzgesellschaft der enviaM-Gruppe mit Sitz in Kabelsketal; rund 3.400 Kilometer Leitung liegen hier in ihrer Verantwortung. In Finsterwalde dagegen betreiben die Stadtwerke der Stadt ihr eigenes Netz, für das Stadtgebiet mit Pechhütte und Sorno, 76,9 Quadratkilometer, gut 12.400 Stromkunden, mit eigenen Technischen Anschlussbedingungen und eigenen Netzentgelten.
Anmeldung, Zählerwechsel und Inbetriebsetzung laufen deshalb nach dem Verfahren des Netzbetreibers, der für Ihre Adresse zuständig ist. MITNETZ verstärkt das Netz im Kreis für die Aufnahme von Strom aus erneuerbaren Anlagen, 2021 etwa mit neuen Trafostationen in Goßmar und Zeckerin. Welche Einspeiseleistung an Ihrem Hausanschluss möglich ist, hängt am Ortsnetz und wird im Anmeldeverfahren geklärt.
Die SolarX GmbH ist ein Fachbetrieb aus Berlin-Reinickendorf, Wittestraße 3. Wir planen Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen und bauen sie mit eigenen Montageteams, in Berlin und Brandenburg.

Städte und Gemeinden im Landkreis Elbe-Elster
- Finsterwalde
- Mit gut 15.000 Einwohnern die größte Stadt des Kreises, Sängerstadt seit einem Theaterstück von 1899; ihre Stadtwerke führen das Stromnetz der Stadt selbst.
- Herzberg (Elster)
- Kreisstadt an der Schwarzen Elster mit Marienkirche und botanischem Garten, seit 1816 Sitz einer Kreisverwaltung und seit 1993 der von Elbe-Elster; einen durch Satzung geschützten Denkmalbereich hat die Stadt nicht.
- Bad Liebenwerda
- Staatlich anerkannter Kurort mit Peloidkurbetrieb, Moorbäder gibt es hier seit 1904, dazu der Lubwartturm von etwa 1207, der Bergfried einer Wasserburg, deren Schloss 1733 ausbrannte.
- Doberlug-Kirchhain
- Doppelstadt seit 1950, deren Hälften zweieinhalb Kilometer auseinanderliegen; beide Stadtkerne sind eigene Denkmalbereiche, in Doberlug steht die Zisterzienserkirche, in Kirchhain zählte man 1912 noch 76 Gerbereien.
- Elsterwerda
- Stadt am Westrand des Schradens, mit dem Schloss, das August der Starke 1727 kaufte und nach Plänen Pöppelmanns umbauen ließ, einem Fachwerkhaus von 1720/25 und rund fünfzehn Metallbetrieben.
- Falkenberg/Elster
- Bahnknoten mit Turmbahnhof auf zwei Ebenen; die Siedlung aus roten Backsteinhäusern, die die Bahn um 1900 für ihr Personal baute, ist seit 1994 ein durch Satzung geschützter Denkmalbereich.
- Uebigau-Wahrenbrück
- Aus zwei Städten und drei Gemeinden 2001 zusammengefügt, heute 21 Ortsteile; der Stadtkern von Uebigau ist Denkmalbereich, beim Ortsteil Rothstein liegt der einzige natürlich zutage tretende Fels Brandenburgs.
- Mühlberg/Elbe
- Rechts der Elbe gelegen, mit dem einzigen linkselbischen Stück Brandenburgs: 1,2 Quadratkilometer Flur um die Fähre. 1547 Schlachtort, 2002 und 2013 vom Hochwasser bedroht, 2010 von einem Tornado getroffen, der über 300 Gebäude beschädigte.
- Schönewalde
- Kleinstadt im Fläming mit elf Ortsteilen auf 156 Quadratkilometern und einem Denkmalbereich im Stadtkern; auf ihrem Gebiet liegt der größere Teil des Fliegerhorsts Holzdorf mit dem Hubschraubergeschwader 64.
- Sonnewalde
- Siebzehn Ortsteile an der B 96, dazu ein Schloss, dessen Hauptgebäude 1947 abbrannte und von dem nur das Vorderschloss aus dem 15. Jahrhundert blieb.
- Schlieben
- Historische Wein- und Kellerstadt: Weinkeller sind seit 1510 belegt, der Weinbau wurde 1991 wieder aufgenommen, und den Moienmarkt gibt es seit 1593.
- Plessa
- Die Grube Agnes förderte ab 1894, 1924 ging hier die erste Abraumförderbrücke der Welt in Betrieb, und das Kraftwerk von 1927 lief bis 1992 und steht seit 1985 unter Denkmalschutz.
- Röderland
- 2003 aus sechs Dörfern zusammengeschlossen, benannt nach der Großen Röder, mit dem denkmalgeschützten Grödel-Elsterwerdaer Floßkanal zwischen Elbe und Schwarzer Elster.
- Gröden
- Sitz des Amtes Schradenland, mit der Martinskirche aus den Jahren 1552 bis 1594 und der Heidehöhe, die mit 201,4 Metern der höchste Punkt Brandenburgs ist.
- Lichterfeld-Schacksdorf
- Knapp tausend Einwohner, drei Ortsteile mit niedersorbischen Zweitnamen und am Bergheider See die stillgelegte Abraumförderbrücke F60, die der Tagebau Klettwitz-Nord zurückließ.
- Tröbitz
- Rund 600 Einwohner, die Grube Hansa ab 1901 und die Erinnerung an den Verlorenen Zug von 1945, an dessen Folgen hier über 320 Menschen starben.
- Massen-Niederlausitz
- Sitz des Amtes Kleine Elster, sechs Ortsteile unmittelbar nordöstlich von Finsterwalde, mit einem Gewerbe- und Industriepark an der B 96 und Dorfkirchen aus dem 13. Jahrhundert.
- Hohenleipisch
- Im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft rechts der Schwarzen Elster gelegen, früher bekannt für seine Töpfereien, heute für Streuobstwiesen; im Gemeindegebiet liegt das Naturschutzgebiet Der Loben.
Zum Nachschlagen
Denkmalschutz
Landkreis Elbe-Elster, Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz(öffnet in neuem Tab)
um die untere Denkmalschutzbehörde zu erreichen, bevor auf einem geschützten Dach geplant wird
Landkreis
Landkreis Elbe-Elster, Startseite der Kreisverwaltung(öffnet in neuem Tab)
für Zuständigkeiten, Sprechzeiten und die Standorte Herzberg und Finsterwalde
Netzbetreiber
MITNETZ STROM, Anmeldung einer Erzeugungsanlage(öffnet in neuem Tab)
weil im größten Teil des Kreises MITNETZ STROM das Verteilnetz betreibt
Netzbetreiber
Stadtwerke Finsterwalde, Netzanschlussportal(öffnet in neuem Tab)
für Dächer in Finsterwalde, wo die Stadtwerke das örtliche Netz führen
Was Sie als Nächstes wissen wollen
Was kostet das bei mir?
In zwei Minuten zur Einschätzung: Dachfläche, Speicher, Wärmepumpe.
Welche Technik kommt aufs Dach?
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Die zwanzig häufigsten Fragen
Von der Genehmigung über den Netzanschluss bis zur Steuer.


